Einen Schultag außerhalb des Klassenzimmers erlebten die Jahrgangsstufen 8 und 9 des Gymnasiums Laurentianum beim 11. MINT-Tag. Statt Unterricht stand für die Schülerinnen und Schüler ein Blick hinter die Kulissen 14 verschiedener Betriebe aus dem MINT-Bereich im ganzen Kreis Warendorf auf dem Programm. Schon am Morgen lag eine erwartungsvolle Stimmung in der Luft, bevor die Gruppen ihre Ziele in der Region ansteuerten. Ermöglicht wurde dies durch die Unterstützung des zdi-Netzwerks im Kreis Warendorf (Zukunft durch Innovation).
Vor Ort zeigte sich, wie vielfältig Arbeitsfelder in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sein können. Nach ersten Einblicken in Abläufe und Arbeitsbereiche ging es für die Jugendlichen schnell ins praktische Arbeiten. Elektrische Schaltungen wurden nach Plan aufgebaut, Drahtspulen in Elektromotoren eingefädelt und Anlagen fachgerecht verdrahtet. Einige Gruppen sammelten Erfahrungen beim Schweißen, andere setzten sich mit pneumatischen Steuerungen auseinander oder brachten Schulungsroboter in Bewegung.
Auch digitale Arbeitsfelder spielten eine große Rolle. Am Computer konstruierten Schülerinnen und Schüler Bauteile und erlebten anschließend, wie aus gelaserten Metallblechen durch präzises Biegen greifbare Objekte entstanden. Einen besonderen Eindruck hinterließ der Einsatz von Virtual-Reality-Brillen: In einer virtuellen Umgebung konnten die Jugendlichen eine Fertigungsanlage für Auto-Akkus erkunden – ein Perspektivwechsel, der moderne Produktionsprozesse auf eindrucksvolle Weise erlebbar machte.
Begleitet wurden viele Gruppen von Auszubildenden der Betriebe. Diese standen den Jugendlichen als direkte Ansprechpartner zur Seite, erklärten Arbeitsabläufe verständlich und berichteten aus eigener Erfahrung über ihre Ausbildung. So entstand ein Austausch auf Augenhöhe, der Berufe aus dem MINT-Bereich nahbar und realistisch erscheinen ließ.
Im Zentrum des Tages stand die Berufsorientierung. „Der direkte Kontakt zur Arbeitswelt hilft vielen Schülerinnen und Schülern, neue Berufsfelder kennenzulernen und den eigenen Blick auf mögliche Zukunftswege zu erweitern“, betont Barbara Köß vom zdi-Netzwerk.
„Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Betrieben sowie den Kooperationspartnern, die diesen Tag ermöglicht haben. Durch ihr Engagement wurde der MINT-Tag erneut zu einer wertvollen Verbindung zwischen Schule und Berufswelt“, hebt die mitverantwortliche Lehrerin Janin Lienemann hervor.















