Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Handwerk, Verwaltung und Bankwesen sind der Einladung des Unternehmensnetzwerks „Klimaneutrale Zukunft“ des Initiativkreis Wirtschaft Oelde e.V. (iwo) gefolgt. Das Netzwerktreffen fand im Co-Working-Space „Studio 1664“ des Unternehmens Schwarze und Schlichte in Oelde statt und stand ganz im Zeichen des neu gestarteten Projekts „Oelde Circular“.
Zu Beginn begrüßte der iwo-Vorsitzende Jörg Pott die Teilnehmenden und blickte auf die bisherigen Aktivitäten des Netzwerks zurück. Er zeigte sich erfreut darüber, dass mit „Oelde Circular“ ein wichtiger Impuls aus dem Netzwerk wieder aufgegriffen werde und nun konkrete Formen annehme. Im Anschluss stellte Ludger Reckmann vom iwo das Förderprojekt ausführlich vor. „Oelde Circular – Modellstadt für Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum“ verfolgt unter anderem das Ziel, gemeinsam mit Unternehmen Strategien für einen effizienteren Ressourceneinsatz sowie den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten zu entwickeln.
Einen Einblick in die wissenschaftliche Begleitung des Projekts gaben Gotthard Walter und Jan Wetter vom Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt (IWARU) der FH Münster. Sie erläuterten insbesondere das Vorgehen bei sogenannten Stoffstromanalysen, die Unternehmen dabei unterstützen sollen, Materialflüsse zu analysieren und Potenziale für mehr Ressourceneffizienz zu identifizieren.
Auch aus unternehmerischer Sicht wurde die Bedeutung des Projekts unterstrichen: Hubert Brormann, Geschäftsführer des Projektpartners Febromed, betonte den konkreten Mehrwert für sein Unternehmen und motivierte andere Betriebe zur Teilnahme: „Unsere Kunden fordern inzwischen größtenteils Engagement im Bereich Nachhaltigkeit. Für die Auftragsvergabe ist es also ein relevantes Kriterium, wie nachhaltig wir beispielsweise mit unserem Wasserverbrauch und Verpackungen umgehen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, kommen wir an Programmen wie Oelde Circular nicht mehr vorbei – auch mit Blick auf die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung“.
Im weiteren Verlauf erhielt das Treffen Workshop-Charakter: An vier Thementischen diskutierten die Teilnehmenden zu den Schwerpunkten Unternehmensansprache, Datenerhebung, Praxisbeispiele sowie Erwartungen an das Projekt. Dabei konnten zahlreiche Ideen und Anregungen gesammelt werden, die in die weitere Projektarbeit einfließen sollen. Zum Abschluss bedankte sich Ludger Reckmann im Namen des iwo bei den Teilnehmenden für ihr Engagement: „Herzlichen Dank für Ihre engagierte Teilnahme und die wertvollen Impulse. Ihre Anregungen sind von großer Bedeutung, um das Projekt weiter zu konkretisieren und auf die Bedarfe der Unternehmen auszurichten. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die nächsten Schritte, insbesondere im Hinblick auf die Stoffstromanalysen“.














